Hildegard und der Dinkel
So schrieb Hildegard von Bingen in Ihrem medizinischen Werk "Physica" über das Getreide Dinkel. In dem Buch gibt die adlige Nonne Tipps und Tricks über die medizinische Verwendung der unterschiedlichsten Pflanzen, Tiere und Substanzen. Es ist aber wohl nicht nur der Popularität des Dinkels bei der Nonne zuzuschreiben, dass er in dieser Zeit als wertvolles, sättigendes Grundnahrungsmittel galt, sondern auch den positiven Eigenschaften des Dinkels.
Doch nicht erst Hildegard von Bingen wußte den Nutzen des Dinkels zu schätzen. Auf Grund archäologischer Funde weiß man heute, dass Dinkel aus Südwestasien stammt und bereits in der Jungsteinzeit in Nord- und Mitteleuropa angebaut wurde. Wegen seiner deutlich geringeren Ernteerträge gegenüber anderer Getreidearten, verlor der Dinkel im Laufe der Zeit an Bedeutung. Die Verwendung des Dinkels als Grünkern sicherte ihm das Überleben bis vor einigen Jahren die Bekanntheit und die landwirtschaftliche Bedeutung des Dinkels wieder zunahm. |
Abtei St. Hildegard, Rüdesheim/ Eibingen
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